Image- und Qualitätsförderung

Proviande fördert das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in das Lebensmittel Fleisch und in die einheimische Fleischerzeugung vom Stall bis auf den Teller. Sie setzt sich gemeinsam mit der Branche für eine optimale Fleischqualität sowie für eine nachhaltige Produktion und Verarbeitung ein.

Imageförderung

Proviande fördert in Zusammenarbeit mit der Branche das Image von Schweizer Fleisch und stärkt damit das Image der Fleischbranche als Ganzes. 

Die Imageförderung wird von einer schlanken Organisation mit einfachen, direkten Abläufen sichergestellt. Massnahmen wie zum Beispiel  Marktforschung, Werbung, Öffentlichkeitsarbeit usw. dienen allen Marktteilnehmern und kommen der ganzen Branche zugute. Hohe Aufmerksamkeit und Effizienz bei den verschiedenen Ansprechgruppen werden damit gewährleistet.

Die Marktteilnehmer können auf dieser Basis aufbauen, vom Basis-Sympathie-Effekt profitieren und dadurch die Wirksamkeit ihrer individuellen Massnahmen verstärken.

Aktuelle Massnahmen

Die momentane Ausnahmesituation beeinflusst das Konsumverhalten. Es wird mehr zuhause gekocht und das Bewusstsein für die Unterstützung des lokalen Gewerbes rückt ins Zentrum. Proviande hat darauf über die Kanäle von «Schweizer Fleisch» mit diversen Massnahmen reagiert.

Social Media

Auf Facebook wird unter dem Slogan «Home Cooking» ein kulinarisches Kontrastprogramm zum HomeOffice geboten. Die Posts verweisen direkt auf eine Fleischzubereitung auf der Website von «Schweizer Fleisch» mit einer Sammlung von 56 Schritt-für-Schritt Anleitungen und über 200 Fleischrezepten. Jede Woche werden der Community mit knapp 11'000 Abonnenten drei neue Kochideen präsentiert. Proviande achtet darauf, nicht nur Rezepte, sondern auch grundlegende Tipps für die richtige Zubereitung von Edelstücken aufzuschalten.


Auf Instagram unterstützt Proviande explizit die Metzgereien: Unter dem Motto «Support your local butcher» (analog zur momentan grösseren Sensibilität zur Unterstützung des lokalen Gewerbes) wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Metzgereien geöffnet sind und das perfekte Stück für jedes Gericht anbieten können. Dazu werden passende Rezepte zur Saison gepostet.

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TV und Google Ads

Parallel zum intensivierten Kontakt über Social Media wird auch eine angepasste Mini-Kampagne im TV ausgestrahlt. Dabei wird auf die grosse Sammlung an Zubereitungsvideos auf der Seite von «Schweizer Fleisch» hingewiesen. Das Ziel: Wer sich in dieser Zeit an ein Fleischrezept wagen will, der sucht als erstes auf der Website von «Schweizer Fleisch» nach Tipps und Rezepten.

Unterstützt wird diese TV-Kampagne durch eine parallel laufende Google Ads Kampagne. Bei einer Suche nach Fleischrezepten via Google werden dadurch automatisch als erstes treffende Links auf unsere Website angezeigt.

Sensibilisieren und wichtige Botschafter gewinnen

Für eine erfolgreiche Vermarktung von Fleisch kommt dem Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten höchste Priorität zu. Transparente Informationen und Aufklärung schaffen und stärken die Wertschätzung für Fleisch, zum Beispiel die Sensibilisierung des Publikums für die hohen Tierhaltungs-, Verarbeitungs- und Hygienestandards sowie für die hohe Qualität von Schweizer Fleischprodukten. Dies in einem Umfeld, in dem durch Liberalisierung und Globalisierung der Märkte die Konkurrenz aus dem Ausland immer stärker wird und gesellschaftliche Veränderungen den Wert des Nahrungsmittels Fleisch in einer ausgewogenen Ernährung in Frage stellen.

Ärzte, Ernährungsberaterinnen, Lehrer und Gastronomen – auch solche aus der Gemeinschaftsverpflegung –, aber auch Politiker, Behörden und Medien, sind wichtige Multiplikatoren. Mit einer kompetenten Kommunikation, Information und kontinuierlichen Kontaktpflege sollen diese Botschafter zur Mithilfe gewonnen werden, um in der Bevölkerung ein positives Umfeld für Schweizer Fleisch und Fleischprodukte zu schaffen. 

Die Produktion von Schweizer Fleisch verfügt gegenüber derjenigen im Ausland bekanntlich über wichtige Vorzüge, zum Beispiel bei der Tierhaltung. Unter der Marke «Schweizer Fleisch» macht Proviande diese «feinen Unterschiede» von einheimischem gegenüber ausländischem Fleisch den Konsumentinnen und Konsumenten mit einer breit angelegten Werbe- und PR-Kampagne bekannt. Die Kampagne macht sich auf die Suche nach diesen feinen Unterschieden – mit emotionalen Geschichten und ungewohnt authentischen Darstellerinnen und Darstellern.

Sicherung und Verbesserung von Qualität und Nachhaltigkeit

Die Schweizer Fleischwirtschaft verfügt bezüglich Nachhaltigkeit und Tierwohl über hohe Standards. Dennoch polarisiert das Nahrungsmittel Fleisch in der Gesellschaft zunehmend. Dabei werden insbesondere die Auswirkungen des Fleischkonsums auf die Umwelt kritisch hinterfragt. Für die einheimische Fleischwirtschaft bedeutet dies zentrale Herausforderungen wie

  • hohe Ressourcen- und Ökoeffizienz,
  • Innovationen mit positiver Wirkung auf die Nachhaltigkeit,
  • Sicherung einer Wertschöpfungskette mit hoher Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit.

Proviande engagiert sich mit Förderprogrammen und gemeinschaftlichen Massnahmen der Branche bei diesen Herausforderungen und lanciert innovative Projekte.

Um Fleischfachleute und Gastronomen bei der Verarbeitung und Vermarktung des ganzen Tiers zu unterstützen, hat Proviande das Nose-to-Tail-Branchenprojekt «Savoir-Faire» initiiert und 2019 nach vier Jahren erfolgreich abgeschlossen. Alle Erkenntnisse und neuen Ansätze wurden unter anderem in der Publikation «Mehr als Filet, Entrecôte & Co.» publiziert.

Finanzierung

Effizient und kostengünstig

Proviande bietet eine kostengünstige Plattform, welche mit einfachen, direkten Abläufen die Imageförderung für Schweizer Fleisch und Projekte zur Förderung von Qualität und Nachhaltigkeit sicherstellt.

Ein Team von erfahrenen und gut ausgebildeten Mitarbeitenden erarbeitet Pläne und setzt Massnahmen um, welche den Zielen der Fleischbranche dienlich sind. Bei Bedarf werden zudem externe Spezialisten beigezogen. Alle Aktivitäten werden in den dazu bei Proviande bestehenden Kommissionen besprochen und verabschiedet.

Subsidiäre Unterstützung durch den Bund

Der Bund unterstützt Massnahmen zur Absatzförderung einheimischer Produkte sowie Projekte zur Förderung von Qualität und Nachhaltigkeit in der Land- und Ernährungswirtschaft subsidiär (LwG Art. 11 und 12). Der Anteil des Bundes beträgt höchstens 50% der Projektkosten, die Branche muss entsprechende Eigenmittel selber aufbringen. Dazu erhebt Proviande in der Branche Beiträge, welche für die Imageförderung unter der Marke «Schweizer Fleisch» und für Projekte zur Förderung von Qualität und Nachhaltigkeit verwendet werden.

Beitragssätze

Mit Beschluss des Verwaltungsrats vom 1. Mai 2015 gelten die Beitragssätze gemäss folgender Übersicht:

Tierart Produzenten Verwerter Total
Rindvieh 2.45 2.45 4.90
Schweine 0.63 0.63 1.26
Schafe / Ziegen 0.28 0.28 0.56
Pferde 1.40 1.40 2.80
Geflügel 3.08 3.08 6.16

Beiträge: CHF/Tier resp. CHF/Tonne Lebendgewicht (Geflügel)
(alle Beträge verstehen sich exklusive Mehrwertsteuer)