Überproduktion im Schweinemarkt - Reduktion des Einzuges zur Marktentlastung
Abzüge auf geschlachteten Schweinen werden halbiert
Zur Bewältigung der Überproduktion im Schweinemarkt in der Schweiz wurde bei den Schweinehaltenden ab dem 16. Februar 2026 ein Einzug von CHF 0.20 pro Kilogramm Schlachtgewicht zur Speisung eines Fonds vorgenommen. Bis und mit Freitag, 1. Mai 2026 wird diese Massnahme umgesetzt. Für Schlachtungen ab Montag, 4. Mai 2026 wird der Einzug auf CHF 0.10 pro Kilogramm Schlachtgewicht reduziert.
Massnahmen haben gewirkt
Um der Überproduktion im Schweinemarkt im kommenden Sommer entgegenzuwirken, einigten sich die Marktteilnehmenden unter der Federführung der erweiterten Fachkommission Markt von Suisseporcs im Februar 2026 darauf, einen Einzug von CHF 0.20 pro Kilogramm Schlachtgewicht vorzunehmen. Damit wurde ein Fonds geschaffen, aus dem Massnahmen zur Marktentlastung finanziert werden konnten. Der Fonds wurde bei der Branchenorganisation Proviande auf Antrag von Suisseporcs eingerichtet. Die eingeleiteten Marktentlastungsmassnahmen haben Wirkung gezeigt. Mit diesen finanziellen Mitteln konnte der Markt entlastet werden. Aufgrund der saisonal steigenden Nachfrage nach Schweinefleisch hat die mit dem Auftrag betraute, branchenübergreifende Arbeitsgruppe unter der Führung von Suisseporcs beschlossen, den Einzug auf CHF 0.10 pro kg Schlachtgewicht für Schlachtungen per 4. Mai 2026 zu reduzieren. Mit diesem Entscheid bleibt die Branche handlungsfähig. In Bezug auf die voraussichtliche Marktlage im Herbst wird mit weiteren, grösseren Herausforderungen im Schweinemarkt in der Schweiz gerechnet. Der Export von Schlachthälften könnte dann eine mögliche Option darstellen.