Schweizer Schweinemarkt: Die Massnahmen zeigen Wirkung

11. September 2026
Die Massnahmen zur Entlastung des Schweizer Schweinemarktes haben Wirkung gezeigt. Der Markt erholt sich langsam. Überbelegungen der Ställe mit möglichen Folgen für das Tierwohl konnten verhindert werden. Die laufenden Exportmassnahmen werden entsprechend reduziert. Die Marktsituation wird laufend beobachtet.

Zur Entlastung des Marktes wurden rund 450 Tonnen Schweinefleisch in Teilstücken und 10’000 Schlachtschweine in Hälften nach Europa exportiert. Zudem wurden rund 5’000 Ferkel in der Schweiz und 11’000 Ferkel im Ausland geschlachtet. Die Massnahmen wurden über den Marktentlastungsfonds finanziert, der ausschliesslich durch Beiträge der Schweinehaltenden gespiesen wurde. Nachdem der Einzug bereits per 17. Juli 2026 gestoppt worden war, werden nun auch die verbliebenen Marktentlastungsmassnahmen per Ende September abgeschlossen. Insgesamt wurden CHF 11.5 Mio. von den Schweinehaltenden eingezogen. Aktuell weist der Fonds noch einen Bestand von rund CHF 3.2 Mio. auf. Dieser Restbetrag verbleibt im Fonds und steht zweckgebunden für allfällige künftige Marktentlastungsmassnahmen zur Verfügung.

An einem vom Schweizer Bauernverband organisierten runden Tisch hat die Branche Ende August die nächsten Schritte für einen langfristig ausgeglichenen Schweinemarkt diskutiert. Seither arbeitet eine von Proviande geleitete Arbeitsgruppe an konkreten Lösungsansätzen. Im Zentrum stehen praxisnahe Optimierungen in den Bereichen Markttransparenz, Preisbildung und Marktentlastungsmassnahmen.

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