Treibhausgase
Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan (CH4) sind die wichtigsten Treibhausgase (THG). CO2 entsteht durch natürliche biologische Prozesse im Körper jedes Lebewesens des Tierreiches — also auch beim Menschen — und wird durch die Atmung in die Atmosphäre ausgestossen. Methan wird von Wiederkäuern direkt im Verdauungsprozess produziert. Die beiden Gase CO2 und Methan stellen an sich kein Problem dar, im Gegenteil, sie sind Bestandteil des Lebens.
Methan und CO2 im Kohlenstoffkreislauf
Methan wird durch die Mikroorganismen im Pansen der Wiederkäuer gebildet. Ohne diese Mikroorganismen könnte der Wiederkäuer das Gras nicht verdauen. Das Methan wird durch die Tiere ausgestossen. Es zerfällt in der Atmosphäre zu CO2 (und Wasser). Das CO2 aus der Atmosphäre wird in Grünpflanzen (z.B. Gras im allgemeinen Sinn, alle Ackerkulturen, Algen, Wald) durch den Prozess der Photosynthese u.a. in Kohlenhydrat transformiert, welches wieder als Nahrungsbestandteil aufgenommen wird.
Problematisch ist das Zuviel und der schnelle Anstieg des CO2-Ausstosses, der mit der Industrialisierung und Änderung der Landnutzung weltweit erfolgte und zu einer Anreicherung der schädlichen Gase in der Atmosphäre führte.
Es gilt also, dieses Zuviel zu vermeiden. Die Anreicherung von CO2 in der Atmosphäre muss vermieden werden. Einerseits dadurch, dass die Produktion von tierischen Produkten den CO2-Kreislauf nicht aus dem Gleichgewicht bringt, andererseits muss der CO2-Ausstoss fossilen Ursprungs reduziert werden.
Fakten für die Schweiz
- Zwischen 1990 und 2024 hat die Schweiz ihr Total der Treibhausgasemissionen um insgesamt 27% reduziert (BAFU 2026, Treibhausgasinventar).
- Die der Landwirtschaft zugeordneten Treibhausgas-Emissionen machen rund 16,5% aus. Die Nutztierhaltung ist insbesondere durch den Ausstoss von Methan und Lachgas daran beteiligt.
- Zwischen 1990 und 2024 reduzierte die Landwirtschaft in der Schweiz ihren Treibhausgas-Ausstoss um 13 % (BAFU 2026). Möglich wurde das durch kleinere Tierbestände und Produktivitätsfortschritte im Ackerbau und der Produktion tierischer Lebensmittel.
- Während die Treibhausgasemissionen der Schweizer Landwirtschaft zwischen 1990 und 2024 um 13 % zurückgingen, blieb die inländische Nahrungsmittelproduktion langfristig in einer ähnlichen Grössenordnung. Der Brutto-Selbstversorgungsgrad (nach verwertbarer Energie) lag 2024 bei 50 %. Deutlich unterscheiden sich dabei tierische und pflanzliche Lebensmittel: Bei tierischen Nahrungsmitteln erreichte die Schweiz einen Selbstversorgungsgrad von 93 %, bei pflanzlichen Nahrungsmitteln waren es 31,4 %. Der Brutto-Selbstversorgungsgrad umfasst auch tierische Lebensmittel, die mit importierten Futtermitteln produziert wurden. (Quellen: BAFU, Treibhausgasinventar 2026; BFS/Agristat, Nahrungsmittelbilanz 2024, publiziert 2026).
Solange also in der Schweiz nicht immer mehr Nutztiere gehalten werden, die Effizienz in der Produktion weiter gesteigert und möglichst wenig Futtermittel importiert werden, trägt die Viehwirtschaft nicht zur weiteren Klimaerwärmung bei.
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