Inlandproduktion von Fleisch deckt die Bedürfnisse der Schweizer Bevölkerung

30. März 2020
Der Fleischverbrauch pro Kopf ist in den letzten 10 Jahren praktisch unverändert geblieben. Trotz stetig wachsender Bevölkerung konnte die inländische Produktion die Bedürfnisse des Marktes über alle Fleischarten zu rund 80% decken. Die Schweizer Fleischwirtschaft leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Versorgungssicherheit der Bevölkerung.

2019 versorgte die Schweizer Fleischwirtschaft den Schweizer Markt mit 356‘300 Tonnen Fleisch aus inländischer Produktion. Mit dieser Menge konnte der Schweizer Markt zu rund 80% versorgt werden. Zur Deckung der Nachfrage nach Edelstücken oder Verarbeitungsfleisch musste jedoch regelmässig in adäquaten Mengen Fleisch importiert werden.

Schweinefleisch wurde 2019 erneut weniger produziert als im Vorjahr, was sich für die Produzenten positiv auswirkte. Nach einem spürbaren Preisanstieg im Frühjahr konnten grössere Preisschwankungen vermieden werden und die Schweinepreise blieben auf gutem Niveau. Die Nachfrage nach Teilstücken überstieg jedoch das Angebot, so dass rund 7% des Bedarfs an Schweinefleisch mit Importware sowohl innerhalb wie ausserhalb des Zollkontingents gedeckt werden mussten. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Importe damit um 52%. Die verfügbare Menge an Schweinefleisch nahm 2019 um 1,5% ab und lag bei 182'300 Tonnen.

Beim Rindfleisch stammten 17% der verbrauchten Menge aus dem Ausland. Aufgrund der nach wie vor sinkenden Kuhbestände musste die Nachfrage nach Verarbeitungsfleisch mit 4% mehr Importfleisch gedeckt werden als 2018. Beim Rindfleisch stand mit 97'000 Tonnen gleich viel Fleisch zur Verfügung wie 2018.

Die inländische Produktion von Geflügelfleisch steigt von Jahr zu Jahr und kann dadurch Schritt halten mit der zunehmenden Beliebtheit bei den Konsumentinnen und Konsumenten. Der Inlandanteil liegt mittlerweile bei 65%. 35% der verbrauchten Menge wurden 2019 über Importe, mehrheitlich mit Pouletbrüsten, gedeckt.

Rund die Hälfte des Fleisches wird nach wie vor ausser Haus konsumiert. Da die Menge an verkaufsfertigem Fleisch im Detailhandel stärker zurückging als der Gesamtverbrauch, kann davon ausgegangen werden, dass der Verbrauch in der Gastronomie mehr oder weniger stabil blieb.

Bei einem leichten Rückgang der gesamten zur Verfügung stehenden Fleischmenge (-0,4%) und einer wiederum leicht höheren Bevölkerungszahl sank der Pro-Kopf-Verbrauch auf 51 kg/Jahr (-1,5 %). Davon waren 21 kg Schweinefleisch, 14 kg Geflügelfleisch und 11 kg Rindfleisch.

Obwohl Fleisch in den Medien und in der Gesellschaft starker Kritik ausgesetzt war und nach wie vor ist, geniessen 94 % der Konsumentinnen und Konsumenten Fleisch und Fleischprodukte. Dabei bevorzugt eine Mehrheit von 65% Produkte aus Schweizer Produktion. Mit dem hohen Anteil an inländischer Produktion kann die Schweizer Fleischwirtschaft eine hohe Ernährungssicherheit mit qualitativ hochwertigen Produkten bieten, was sich in ausserordentlichen Situationen, wie wir sie momentan erleben, als durchaus wertvoll erweist.

#stayhome: Kulinarische Tipps für den neuen Alltag

Auf der Website von Schweizer Fleisch finden sich Tipps für die Lagerung und Zubereitung von Fleisch, einfache Rezepte für Neu-Köche oder frische Ideen für Geübte: kulinarische Abwechslung ist somit garantiert. Und das Beste: Mit einem Einkauf in der Metzgerei kann das lokale Gewerbe unterstützt werden.

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