Marketingkommunikation «Schweizer Fleisch»

Pouletfluegeli
Der Geschäftsbereich Marketingkommunikation «Schweizer Fleisch» setzte auf einen verstärkten Onlineauftritt auf der eigenen Website wie auch auf den Social-Media-Kanälen. Die Förderung der Wertschätzung für die einheimische Fleischerzeugung steht dabei an erster Stelle.

Marketingkommunikation Schweiz

Eine neue Website als Basismedium

Die Website verbindet Argumente für Schweizer Fleisch mit kulinarischen Tipps und Erlebnissen: So sind zahlreiche Infoboxen mit kurzen, knackigen Fakten in die Texte und Rezepte eingebaut. Die ausserordentlichen Umstände des Lockdowns bescherten der neuen Website www.schweizerfleisch.ch einen grossen Zulauf. Die im Dezember 2019 grundlegend überarbeitete Website erfreute sich mit ihren über 200 Rezepten und vielen Zubereitungsvideos grosser Beliebtheit während der Homeoffice- bzw. «Homecooking»-Zeit. Es wurde vermehrt auf die Synergien zwischen Social Media und Web gesetzt: Mit direkten Rezeptlinks und der Serie «Homecooking» wurden die Rezepte und Zubereitungsarten während des Lockdowns aktiv beworben.

«Der feine Unterschied»

Die Basiskommunikation mit den Werbespots rund um den feinen Unterschied konnte erneut hervorragende Werte erzielen. Die Werbespots, welche im TV wie auch online gespielt wurden, punkten durch ihre Authentizität. Betriebe und Persönlichkeiten aus unterschiedlichsten Regionen werden porträtiert.

Plakat «der feine Unterschied»

Auch auf Social Media machte «Schweizer Fleisch» einen grossen Sprung nach vorne: Mit Instagram und Pinterest ist «der feine Unterschied» nun neu neben Facebook auf den drei wichtigsten Onlineplattformen aktiv. Mit Serien wie «support your local butcher» und «Meatfacts» werden einerseits die Produzenten ins Zentrum gerückt, andererseits die Vorzüge von Schweizer Fleisch auf visuell ansprechende Art verpackt.

Das junge Publikum ist den Werten von Schweizer Fleisch keineswegs abgeneigt: Im Frühling folgten auf die Frage «Ich kaufe Schweizer Fleisch, weil …?» über 500 positive Reaktionen.

Social Media Schweizer Fleisch

Auch der Bereich PR wurde im Jahr 2020 stark intensiviert: Das Thema «Fleisch und Klima», welches zurzeit den gesellschaftlichen Diskurs prägt, wurde spezifisch für die Schweiz aufgearbeitet und mittels kurzer Faktenblätter leserfreundlich zusammengefasst. Die Faktenvermittlung durch Artikel in Print- und Onlinemedien, aber auch via Social Media und Broschüren ist wichtig, um den feinen Unterschied von Schweizer Fleisch hervorheben und vermitteln zu können und die Botschaft zu platzieren «wenn Fleisch, dann Schweizer Fleisch».

Ein schwieriges Jahr für die Gastronomie…

Die Zielgruppe Gastronomie blickt auf ein schwieriges Jahr zurück. Die Aktivitäten waren geprägt von Einschränkungen durch die Coronapandemie. Ein grosses Highlight war deshalb der 18. Kochwettbewerb von «La Cuisine des Jeunes», der trotz Unsicherheiten stattfinden konnte. Er stand ganz im Zeichen von Schweizer Schweinefleisch: «The Art of Pork! Zeig uns grosse Kochkunst – mit deiner Kreation aus bestem Schweizer Schweinefleisch.» war die Vorgabe. Dieser Herausforderung stellten sich im Finale die Jungköche Lorenzo Demirboga,

LCDJ Siege Simon Grimbichler

Mohammadali Nuri, Joel Rocha und Simon Grimbichler, welcher das Wettkochen mit seiner Kreation «Drei Schweine im Futterparadies» für sich entschied.

… und das «Schweizer Fleisch»-Campfire

Von den Umständen am meisten getroffen wurde die gesamte Eventbranche und damit das «Schweizer Fleisch»-Campfire. Der beliebte Publikumsmagnet lebt vom nahen Beisammensein und wurde dementsprechend beinahe verunmöglicht. Mit dem kurzfristig ins Leben gerufenen «Distancing Festival» konnte immerhin ein Campfire im kleinen Rahmen ermöglicht werden: trotz Abstands- und Sitzregeln mit Sommerfeeling und bei bestem Wetter. Die Fans dankten mit zahlreichen Kurznachrichten via Social Media und vor Ort,

«Distancing Festival»

und auch die Musikerinnen und Musiker waren besonders dankbar für eine der raren Möglichkeiten, im Jahr 2020 live zu spielen.

Sensibilisierung der Ernährungsfachleute

Der Kontakt mit dieser Zielgruppe fand in diesem Jahr mehrheitlich mit Mailings über den Schweizerischen Verband der Ernährungsberater/-innen (SVDE) sowie mit Publireportagen in den wichtigsten Ernährungszeitschriften statt. Der Fokus lag auf den Themen «Nose to Tail», den Rezepten zum optimalen Teller sowie Fleischkonsum und Umwelt. Mit dem Newsletter «Fleischnews», für welchen man sich direkt auf der Website von «Schweizer Fleisch» anmelden kann, werden nun noch mehr Fakten rund um Schweizer Fleisch mit den Abonnentinnen und Abonnenten geteilt.

Im Bereich WAH (Wirtschaft – Arbeit – Haushalt, vormals Hauswirtschaft) wurden verschiedene neue Unterlagen erstellt und beworben.

Die Publikation «En Guete», welche bei Metzgereien aufgelegt wird, erschien achtmal jährlich mit einer Auflage von knapp 200 000 Exemplaren. Sie erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit, was sich bei Wettbewerben immer wieder zeigt. Aufgrund der vielen Schliessungen von Fleischfachgeschäften geht die Auflage aber leider stetig zurück. Mit einer Aktion (Gratisdisplay und Gratisexemplare) wurde versucht, neue Abonnenten zu gewinnen. Der Erfolg war mässig – was teilweise sicher auch mit der Coronapandemie zusammenhing.

en Guete 07/20

Marketing international

Die Nachfrage nach geniessbaren Nutznebenprodukten ist in der Schweiz klein und die erzielten Preise sind tief. In China jedoch gelten Produkte vom Schwein wie Füsse, Ohren, Schwänze und Innereien als Delikatessen.

2020 wurden unter der Dachmarke «swiss meat» Schweizer Nutznebenprodukte in China lanciert und in Zusammenarbeit mit der Centravo AG erfolgreich eingeführt. Im kommenden Jahr wird die Marktbearbeitung fortgesetzt, denn die Erfolgsaussichten sind vielversprechend. Die gemeinsame Vermarktung schafft eine gute Ausgangslage und optimale Bedingungen für interessierte Branchenteilnehmer, um Schweizer Fleischprodukte in China bekannt zu machen und zu vertreiben.

Marcel Portmann

Marcel Portmann

Geschäftsbereichsleiter Marketingkommunikation «Schweizer Fleisch»

Der Geschäftsbereich Marketingkommunikation «Schweizer Fleisch» fördert im Interesse aller Mitglieder (Produzenten, Verwerter, Endverkauf) das Vertrauen in die einheimische Fleischerzeugung vom Stall bis auf den Teller und damit den Absatz von Schweizer Fleisch im In- und Ausland.