Nur art- und umweltgerechte Futtermittel für unsere Tiere

Die Schweiz ist ein typisches Grasland und damit ideal für die Viehwirtschaft. Aus topografischen Gründen eignen sich rund zwei Drittel unserer landwirtschaftlich nutzbaren Fläche nicht für den Ackerbau. Dafür wächst dort dank unserem regenreichen Wetter umso üppiger Gras. Als Futter für unsere Kühe, Ziegen und Schafe bietet dieses eine wertvolle Grundlage für die Produktion hochwertiger Nahrungsmittel wie Fleisch, Milch oder Käse.

Vom Bund kontrollierte Futtermittel

Nutztiere in der Schweiz erhalten nur streng kontrollierte art- und umweltgerechte Futtermittel. Diese enthalten weder gentechnisch veränderte Organismen noch Tiermehl. Die Zugabe von Hormonen und Antibiotika zur Leistungsförderung ist in unserem Land bereits seit 1999 verboten. Zuständig für die Kontrolle und Einhaltung dieser strengen gesetzlichen Fütterungsvorschriften ist Agroscope, das Kompetenzzentrum des Bundes für landwirtschaftliche Forschung.

Schweiz erreicht hohen Selbstversorgungsgrad

Gemäss Agristat wurden 2014 in der Schweiz rund 8,5 Millionen Tonnen Futtermittel an unsere Nutztiere verfüttert (Trockensubstanz). Davon waren 6,5 Millionen Tonnen Raufutter (Gras und Heu), wovon 97,8 Prozent auf heimischen Weiden und Wiesen wuchsen. Insgesamt stammen 86 Prozent aller Futtermittel aus der Schweiz, lediglich 14 Prozent werden importiert. Kraftfutter wird hierzulande eher zurückhaltend eingesetzt. 

«Die Schweiz produziert 86 Prozent des Futters für ihre Nutztiere selber, vor allem dank der ausgedehnten Grünlandfläche und der Verwertung vieler Nebenprodukte aus der Lebensmittelverarbeitung. Bei den 14 Prozent Futtermittelimporten handelt es sich vor allem um Getreide und Soja.»

Niklaus Neuenschwander, Bundesamt für Landwirtschaft BLW, Leiter Fachbereich Tierische Produkte und Tierzucht

Verwertung zahlreicher Nebenprodukte

Die Schweizer Futtermittelhersteller veredeln grosse Mengen an Nebenprodukten aus der Lebensmittelindustrie zu Tierfutter, 2014 waren es über 800 Tonnen (Trockensubstanz). Hinzu kommen solche, welche direkt an die Schweine verfüttert werden, wie beispielsweise Molke aus der Käseherstellung, Mahl- und Schälprodukte aus der Getreide- und Kartoffelverarbeitung oder auch Rüstabfälle aus der Gemüseproduktion. Mit der Verwertung dieser Nebenprodukte leisten unsere Nutztiere einen wertvollen Beitrag zur Reduktion von Food Waste.

«Seit dem Verbot von Tiermehl in Futtermitteln hat der Bedarf an Soja zugenommen. Wir importieren jedoch ausschliesslich GVO-freie Soja aus verantwortungsbewusster Produktion und mit nur 0,1 Prozent Anteil am globalen Handel ist die Schweiz ein unbedeutender Verbraucher.»

Samuel Geissbühler, UFA AG, Mitglied der Geschäftsleitung

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